Mediation

Mediation

Wenn nichts mehr geht - kommt Mediation!

Überall wo Menschen miteinander in Kontakt sind, kommt es regelmäßig auch zu Unstimmigkeiten darüber, wo die Grenzen des einen aufhören und die Grenzen des anderen überschritten werden.  Wobei sich hinter dem Begriff „Grenzen“  unendlich viele Themen verbergen können. In manchen Fällen haben Betroffene oder Beteiligte viel versucht, um eine Einigung oder Schlichtung herbeizuführen, jedoch ohne oder mit nur kurzfristigem Erfolg. In solchen Fällen stellt die Mediation - als ein außergerichtliches, vertrauliches und strukturiertes Verfahren - eine hoffnungsbringende Alternative. Bei der Mediation streben die betroffenen Parteien mithilfe einer neutralen Vermittlungsperson (Mediator/Mediatorin) freiwillig und eigenverantwortlich eine einvernehmliche Beilegung ihres Konflikts an.

Warum sollte man Mediation machen?

Mediation hilft Geld zu sparen!
Ein Konflikt z.B. im Unternehmen kostet nicht nur viel Zeit und Nerven, er hat auch Kosten zur Folge, z.B. durch hohe Krankenstände, Fluktuation oder Imageverlust. Das bedeutet, Konflikte belasten nicht nur Prozesse, Abläufe und das Miteinander (Betriebsklima) sondern auch die Psyche der Betroffenen. Die Menschen werden krank, fallen aus – oft sogar langfristig oder verlassen sogar das Unternehmen. Wichtiges Firmen-Knowhow geht verloren und die restliche Belegschaft ächzt unter der zusätzlichen Arbeit.

Mediation heilt!
Seit Ende 2013 fordert das Arbeitsschutzgesetz (§5.3.6) explizit die Berücksichtigung der psychischen Belastung in der Gefährdungsbeurteilung. Das heißt: Alle Unternehmen und Organisationen müssen auch jene Gefährdungen für ihre Beschäftigten ermitteln, die sich aus der psychischen Belastung bei der Arbeit ergeben. Ist eine Gefährdung identifiziert gilt es Maßnahmen zu ergreifen um den Missstand abzustellen. Eine Maßnahme kann z.B. die Durchführung von Mediation oder einer Konfliktklärung sein, um Missstimmungen aufzulösen, Streit zu schlichten und psychische Belastungen oder gar Krankheiten einzudämmen. 

(Mittlerweile gibt es einige wissenschaftliche Untersuchungen, die die salutogene Wirkung von Mediation belegen. Siehe u.a. https://www.amazon.de/Mediation-mehr-Gesundheit-Arbeitsplatz-Gesundheitsthemen/dp/3658178612)

Wie genau funktioniert Mediation?

In Sachen Streitkultur kommt heute immer häufiger ein Mediator/eine Mediatorin zum Einsatz. Gemeinsam mit den Konfliktparteien erarbeitet er/sie die Interessen und Bedürfnisse, die hinter dem Streit stecken. Oftmals kommt es durch dieses recht strukturierte Vorgehen zu interessanten Lösungen, mit denen alle Parteien zufrieden sind. Am Ende steht in der Regel ein schriftlicher Vertrag, den die Parteien miteinander schließen.

Was sind die Ziele der Mediation?

Neben dem eigentlichen Thema, warum es überhaupt eine Mediation geben soll, gibt es Ziele, die außerhalb des eigentlichen Verfahrens stehen:

  • weg von Schuldverschreibungen, hin zur Berücksichtigung von Interessenlagen, die z.B. in einem Zivilprozess unbeachtet bleiben würden
  • Förderung der transparenten und direkten Kommunikation zwischen den Beteiligten
  • Erlernen eines alternativen, konstruktiven Verhaltens in zukünftigen Konfliktfällen
  • Eigenverantwortlichkeit der Parteien – die Lösung des Konflikts wird von den Parteien selbst entwickelt; der Mediator hat die Prozessverantwortung für die Gesprächs- bzw. Verhandlungsführung
  • Reduzierung der Verfahrenskosten und der Konfliktfolgekosten
  • Möglichkeit eines unbürokratischen und flexiblen Verfahrens
  • Schonung personeller und betrieblicher Ressourcen
  • keine Öffentlichkeit durch Berichte in den Massenmedien

Was sind die Voraussetzungen für Mediation?

  • Ergebnisoffenheit  und Verhandlungsbereitschaft der Beteiligten
  • Wahrung der Allparteilichkeit des Mediators/der Mediatorin
  • Freiwilligkeit der Teilnehmenden
  • Kommunikationsbereitschaft der Parteien
  • Kommunikationsfähigkeit der Parteien
  • Ausgewogenes Kräfteverhältnis (kein Machtungleichgewicht)
  • Vertraulichkeit aller Beteiligten
  • Verschwiegenheitspflicht des Mediators (s. § 4 MediationsG) 

Was sind Themen oder Anwendungsfelder für Mediation?

In der Wahl der Themen, die Sie geklärt haben möchten, sind Sie völlig frei.

Hier sind ein paar Möglichkeiten, in denen Mediation zum Tragen kommen kann.

  • Wirtschaftsmediation im inner- als auch im zwischenbetrieblichen Bereich; z.B. zwischen zwei Unternehmen, zwischen Gesellschaftern, zwischen Betriebsrat und Geschäftsführung, zwischen Führungskraft und dem Team, zwischen Angestellten, zwischen Teams, …
  • Mediation im öffentlichen Bereich/Umweltmediation;
  • Familienmediation in Fällen von Trennung und Scheidung (Trennungs- und Scheidungsmediation),
    Erbschaft (vorwegnehmend zu Lebzeiten des Erblassers oder auch im Erbfall unter den Erben) sowie Mediation in anderen familiären Auseinandersetzungen;
  • Schulmediation;
  • Verbrauchermediation zur Lösung von Streitigkeiten zwischen Verbrauchern und Unternehmen (sofern allerdings – im Gegensatz zur Mediation – eine Teilnahmeverpflichtung für den Unternehmer besteht, spricht man in diesem Bereich von Alternative Dispute Resolution);
  • Täter-Opfer-Ausgleich (TOA);
  • Nachbarschaftsmediation in Fällen von Konflikten zwischen Nachbarn oder Nachbarschaften; Stadtteil- oder Gemeinwesenmediation in Fällen von Konflikten in einem Stadtteil oder einem anderen räumlich begrenzten Gefüge mit einer eigenen Identität;
  • Interkulturelle und PEACE Mediation, zum Beispiel in der Völkerverständigung.

Was ist der Unterschied zu einer Konfliktklärung?

Bei der Konfliktklärung geht es darum, gemeinsam die Vergangenheit zu verstehen, die Gegenwart zu klären und die Zukunft zu planen. Die Mediation dagegen betrachtet fokussiert den IST-Zustand und plant die Zukunft. In der Konfliktklärung geht es maßgeblich um die Konfliktbeilegung zur Verbesserung des zwischenmenschlichen Verhältnis der Parteien, damit ein weiteres Zusammenarbeiten / Zusammenleben der Parteien möglich wird. In der Mediation ist durchaus eine verbindliche Lösung des Konflikts mit anschließender Trennung der Parteien denkbar.

Im Unterschied zur Mediation verstehen wir unter Konfliktklärungshilfe eine Methodik mit einem festen, vorher definierten Ende-Zeitpunkt.

Die Grundhaltung in der Konfliktklärung ist:

  • Klarheit vor Schönheit
  • Der einzige Weg hinaus führt hindurch (die Vergangenheit wird so lange bearbeitet, bis alle Parteien Verstanden haben, welche Interessen und Bedürfnisse in dem Konflikt eine Rolle gespielt haben und evtl. noch immer spielen; dabei können durchaus verletzte Gefühle zur Sprache kommen)
  • Verstehen ist der Schlüssel
  • Wahrheit heilt
  • Negative Gefühle verbinden, wenn sie akzeptiert und vertieft werden
  • Ehrlicher Kontakt kommt vor Lösungssuche

Wie lange dauert eine Mediation?

Grundsatz der Mediation ist Ergebnisoffenheit. Die Dauer hängt also vom Umfang der zu treffenden Vereinbarungen und angestrebten Regelungen ab. Die Konfliktparteien können selbst bestimmen, wie viel Zeit sie sich maximal geben wollen. 

Wer bezahlt eine Mediation und was kostet sie?

Die Konfliktlösung mit Unterstützung eines stundenweise honorierten Mediators kann insbesondere bei hohen Streitwerten kostengünstiger sein als die streitige Austragung vor Gericht mit Hilfe eines Rechtsanwalts. Rechnet man in Firmen die Zeit, die Menschen damit verbringen, sich mit den Konflikten zu beschäftigen und betrachtet man die Kosten, die entstehen, wenn Menschen aufgrund der Belastung krank werden, nicht fakturieren können und wenn es durch die Überlastung der verbleibenden Belegschaft zu Minderleistungen kommt,  spricht auch hier alles für die um ein vielfaches kostengünstigere Streitbeilegung.

In manchen Themenfeldern und Branchen lohnt es sich auch, nach öffentlichen Fördergeldern für Mediationen zu fragen.

Die Kosten der Mediation richten sich nach dem jeweiligen Zeitaufwand.

Was qualifiziert die Mediatoren/Innen und Konfliktklärungshelfer/Innen des Institut Schramm?

Alle im Institut Schramm tätigen MediatorInnen und KonfliktklärungshelferInnen erfüllen die seit dem 01.09.17 geltende und vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz erlassenen Zertifizierte-Mediatoren-Ausbildungsverordnung (ZMediatAusbV) für zertifizierten MediatorInnen.

Die beste Qualifizierung ist jedoch neben einer fundierten Ausbildung immer die Praxis!

Unser Team verfügt über viel Expertise! Lassen Sie sich von uns Nachweise über durchgeführte Mediationen oder Konfliktklärungen aus den letzten Jahren nennen und Referenzen mit möglichen Kontaktdaten beibringen. Fragen Sie uns, wie wir in Ihrem Konfliktfall vorgehen würden und vereinbaren Sie ein persönliches Vorstellungsgespräch. Letztlich entscheidet regelmäßig Ihr Vertrauen und Zutrauen, für welche/n Mediator/in Sie sich entscheiden werden.

Sind Sie unsicher, ob sich „Ihr“ Konflikt für eine Mediation eignet? Ziehen Sie uns gern zur Rate: Es zählt zu unserer Verantwortung und Kompetenz, die Eignung für eine Mediation oder ein anderes alternatives Streitbeilegungsverfahren zu beurteilen. 

Zu weiteren Informationen setzen Sie sich gern mit unserer Mediatorin Gaby Schramm in Verbindung unter : gs@institut-schramm.de oder hier

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