Supervision – Raum für Reflexion

Unser Handeln entspringt unserer Persönlichkeit. Unsere Persönlichkeit formt sich wiederum durch unsere Erfahrungen.

 

Wir sind die Summe unserer Erfahrungen“,
meinte dazu der US-amerikanische Journalist, Erzieher und Goldgräber Prentice Mulford. Jede neue Erfahrung gibt uns die Möglichkeit, uns zu verändern.
Je genauer wir diese Erfahrung wahrnehmen und betrachten, desto besser können wir sie bewusst für eine Veränderung nutzen und unseren Handeln gezielt steuern.

 

In der Supervision unterstützt die Supervisorin / der Supervisor die Klienten dabei, Situationen, Probleme und Geschehnisse mit Abstand zu betrachten. Handlungsoptionen werden genauso beleuchtet wie eventuelle Handlungs-Muster, auf denen das Handeln oftmals beruht. Vertrauensvoller Rahmen, gezielte, urteilsfreie Fragen und weitere systemisch wirkende Methoden unterstützen dabei, das eigene Verhalten zu reflektieren und so das Spektrum des eigenen Tuns zu erweitern.

 

Supervision ist nicht Coaching

Im Coaching geht es um die Begleitung und Steuerung eines Entwicklungsprozesses. Coaching ist damit auf künftiges Entwicklungspotenzial ausgerichtet. So begleitet der Coach seine Kundinnen und Kunden über einen definierten und endlichen Zeitraum. Ziel ist es dabei, Konzepte zu entwickeln, die Kunden einen Leitfaden für ihr künftiges Handeln geben.

Die Supervision dagegen befasst sich mit einzelnen Begebenheiten, ihren Hintergründen und den Möglichkeiten, die sich daraus ergeben. Das wertfreie Zuhören und die Unterstützung bei der Reflexion durch gezieltes, behutsames Nachfragen helfen bei der konsequenten Beleuchtung einer Begebenheit oder einer Handlung. Je nach Bedarf und Situation werden in der Supervision Einzelpersonen oder Gruppen beraten.

 

Supervision – Atempause in einer hektischen Arbeitswelt

Belastungen durch hohen Arbeitsdruck führen zu einem Leistungsverhalten, das durch einen hohen Anspruch geprägt ist. Unabhängig von Branche oder Beruf kann der Berufsalltag belastend sein und gesundheitliche Probleme verursachen. Das gilt nicht nur für Fach- und Führungskräfte sondern auch für Menschen aus psycho-sozialen Berufen, Ärzte, Therapeuten, Kirchenvertreter, Lehrer, Mediatoren, Pflegefachkräfte, Polizeikräfte, und viele mehr. Kurz: Menschen, die sich in ihrem Berufsalltag mit Problemen ihrer Mitmenschen auseinander setzen und dadurch oft hohe emotionale Belastung erfahren. Belastende Situationen, schwere und unpopuläre Entscheidungen erleben Berufstätige aller Berufssparten immer wieder. Die Supervision ist ein bedarfsorientiertes Beratungsverfahren, das entlasten und damit gesundheitlich schützen kann. Endlich jemand, der Zuhört und der helfen kann…

 

Supervision ist nicht Therapie

Supervision ist sehr persönlich

In der Supervision geht es um Sie, um Ihre Herausforderungen und die Themen, um die Ihre Gedanken kreisen. Anders als in der Psychotherapie therapieren die Supervisoren ihre Klienten jedoch nicht, sondern sie unterstützen dabei, Situationen zu überdenken, Klarheit zu bekommen und damit Herz und Gehirn für neue Blickrichtungen zu öffnen. Oft ist damit eine Verbesserung der beruflichen und privaten Situation verbunden – ein Gewinn, der sich auch gesundheitlich auszahlt.

 

Um dies leisten zu können, haben sich die Arbeitsgemeinschaften der Supervisoren hohe ethische Standards gesetzt, die die Leitlinien für die Supervisions-Praxis bilden. Die mehrjährige Ausbildung zum Supervisor sowie qualifizierte Weiterbildungen werden unter anderem vom Bistum Münster angeboten. Letztendlich zählt, wie in anderen Bereichen auch, aber nicht nur die Ausbildung, sondern auch die Erfahrung des Supervisors.

 

Wenn Sie sich für Supervision interessieren, ein Thema haben, das Sie belastet und bei dessen Bearbeitung Sie professionelle Unterstützung benötigen, dann sprechen Sie uns an. Unser Team aus erfahrenen Supervisoren begleitet Sie achtsam und gern in diesem Prozess.