Kommunikation und Deeskalation im Umgang mit aggressiven Mitmenschen im Arbeitsumfeld

Für Rettungskräfte, Mitarbeiter-Innen in Behörden, Institutionen, Kliniken, …

Dauer des Seminars:  

2 Tage

 

Termin: 21. – 22.11.2019

 

Zeiten und Stunden:  

Do., 09:00 – 17:00
Fr.,   09:00 – 17:00

Ort:  

Neue Schmiede

 

Trainer: Gaby Schramm
Deeskalationstrainerin, Mediatorin M.A., Supervisorin DGSv, Traumapädagogin
 Preis:  

1.250,00 € zzgl. MwSt.
inkl. Tagungsverpflegung, Material, Skript, Teilnahmezertifikat

   

Anmeldung

Anmeldeschluss: 24.10.2019

 

Inhalte:

Die Aggression und Gewaltbereitschaft gegenüber Rettungskräften und Beamten ist in den vergangenen drei Jahren signifikant gestiegen. Das ist nicht nur die subjektive Empfindung der Betroffenen, sondern mittlerweile hinlänglich durch Studien differenziert analysiert und belegt.

Durch das Training in Deeskalation und Kommunikation kann ein erheblicher Anteil der Situationen einen friedlichen Verlauf behalten. Wenn Betroffene mit der gefühlten Sicherheit in den Einsatz gehen, für Gefahrensituationen vorhersehbarer und unvorhersehbarer Art gut gewappnet zu sein, ist in Richtung „Selbstwirksamkeit“, ein großer Schritt vorwärts getan.

 

In dieser 2 tägigen Veranstaltung erfahren Sie

  • praxisnah die notwendigen Grundlagen, um auf Provokationen, Bedrohungssituationen und aggressive Verhaltensweisen seitens verschiedener Akteure professionell reagieren zu können.
  • Sie erproben Ihr eigenes Verhalten und erkennen, was wie schnell zur Eskalation führen kann und wie man vorbeugt.
  • Sie lernen Konfliktsituationen gewaltfrei zu lösen.
  • Außerdem lernen Sie mit ihren eigenen Ängsten umzugehen, um handlungsfähig zu bleiben.
  • Sie werden verstehen, wie Regeln entstehen und wie Sie diesen Prozess aktiv mit gestalten können.

 

Es geht zum einen um das Kennenlernen und Ausprobieren von konkreten Reaktionsmöglichkeiten in Konflikt-, Bedrohungs- und Gewaltsituationen, zum anderen, um den Aufbau von einer gut durchdachten Haltung für eine offensive und gewaltlose Auseinandersetzung mit aggressiven oder gewaltbereiten Menschen – verbal und non-verbal. Hierbei werden die Themenschwerpunkte an die jeweiligen Fachbereiche und die Persönlichkeit der Teilnehmer-Innen angepasst.

 

Sie erfahren etwas über

  • Auslöser und Hintergründe von Gewalt, typische Situationen und Aggressionsformen
  • körperliche, emotionale, kognitive Signale erkennen – Körpersprache lesen lernen
  • den Umgang mit der eigenen Angst
  • die Entwicklung von Strategien zum Konflikt- und (auch eigenem) Stressmanagement
  • Grundregeln der Deeskalation
  • Kulturelle Besonderheiten
  • das Bewusstmachen und Bearbeiten von Eskalations- und Deeskalationsstufen
  • Sicherheitsmaßnahmen und Verhaltensregeln: die individuelle „Notfallkarte“
  • Fallbeispiel: Eskalierte Situationen und konkrete Lösungsansätze
  • verbale und nonverbale Kommunikations-und Deeskalationstechniken
  • Humor als Türöffner

und

  • Reflexion der eigenen Praxis und Erfahrungen
  • Entwickeln individueller Handlungsansätze gegen Aggression, Gewalt und Diskriminierung.

 

Sie lernen aber auch die eigenen Grenzen kennen und den Moment, wo es sinnvoll ist, für die eigene Sicherheit und/oder die Sicherheit der Anderen zu sorgen. Sie werden Raum haben, Neues auszuprobieren, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen, gemeinsam weitere und neue Lösungen zu finden und zu erkennen: ich bin nicht allein!

 

Methoden

Die Schwerpunkte dieser Veranstaltung liegen in der praxisorientierten Ausrichtung mit Übungen, wenn möglich aus dem individuellen Erlebensbereich der Teilnehmenden.

Kommunikative Aspekte, sowie (non) verbale Abgrenzungsformen werden hierbei in arbeits- und aktive Übungssequenzen aus aktuellen Situationen erprobt.

Durch das In-Szene-setzen von Konfliktsituationen am Erlebensplatz werden die individuellen Abgrenzungsstrategien sichtbar gemacht, reflektiert und gegebenenfalls korrigiert.

Des weiteren: Kurzvorträge, Gruppenarbeiten, Einzelarbeiten, Erfahrungsaustausch.

Dabei steht zum einen der ganz persönliche Lernprozess im Vordergrund. Zum anderen wird die Seminargruppe als Lernraum und Sparringspartner genutzt, um anhand konkreter Gruppensituationen Lösungsoptionen für spätere reale Situationen zu entwickeln.

 

 

Bildungsscheck: 
kann genutzt werden.

Bildungsprämie: 
kann genutzt werden.

 

Anmeldung